MASKENZAUBER IN HAMBURG UND DER ZAUBER DER FOTOGRAFIE



Tja, das war er wieder, Karneval in Hamburg als eine Reminiszenz an den Karneval in Venedig.

Tolle Masken, bunte Kostüme und fröhliche Stimmung, in Hamburg an der Binnenalster bei schönstem Früh-Frühlingswetter. Und auch bei perfektem Fotowetter. Wie auf Seiten der stillen Masken, treffen sich auch jedes Jahr wieder die gleichen Fotografen zu einem einvernehmlichen Miteinander. Wir hier Eure Motive, Ihr da unsere Fotografen. Ja es passt einfach. Obwohl ein dichtes Gedränge herrscht, man arrangierte sich halt immer miteinander, und Fotograf und Fotografin weiß sich meistens auch zu benehmen.

Nun seit Jahren zeigen Fotografen, wie toll es da in Hamburg zugeht, und so kommen auch immer mehr Menschen dazu, die sich nicht zu benehmen wissen. Meist erkennbar an Apparaten, die auf Armlänge vom Auge weggehalten werden, meist Smartphones, Tablets aber auch Fotoapparate, und wer ganz besonders schlau sein wollte trug an seiner Kamera ein Objektiv mit langer Brennweite. Ist ja auch schlau, von wegen Freistellung des Hintergrundes und so. Und so klagen dann die mit den Smartphones, die mit den ausgestreckten Armen und die mit einer Mindesteinstellentfernung von 3 Metern und mehr, über genau die Fotografen, die getreu dem Motto „Sind deine Bilder schlecht, warst Du nicht dicht genug am Motiv“. Ständig war ein Rumgenölle und Beschwerden zu hören, dass man im Weg stünde. Getreu dem Motto „Du stehst nicht im Stau, du bist der Stau“, haben sich meistens die Beschwert, die mit der Knipse rumgemacht haben und schnell noch mal ein Selfie mit den Darstellern machen wollten.

Für die, die engagiert fotografieren wollten, wird die Sache zunehmend schwerer. Gleichzeitig nimmt auch der Respekt den Kostümierten gegenüber ab. Wurde am Anfang noch brav gefragt, ob ein Selfie OK ist, wurde sich später darüber beschwert, wenn mal das Kostüm gerichtet oder etwas getrunken wurde, und darum gebeten wurde mal keine Fotos zu machen.

Und so gibt es nun eine Vielzahl uniformer Bilder von diesen „Festspielen“ für Fotografierende. Viele sehenswerte Bilder finden wir nun auf den entsprechenden Seiten. Die weniger sehenswerten Bilder bleiben als Erinnerungen auf den vielen Smartphones. Schade nur, dass die Smartphonenutzer es den vielen Fotografen, die sich Mühe beim Fotografieren geben, schwer gemacht haben, richtig gute Fotos anzufertigen.

Nun gut, auch ich habe versucht in der ersten Reihe meine Bilder zu bekommen, Bilder, die sich möglicherweise von dem unterscheiden was die anderen aufgenommen haben. Damit habe auch ich den Leuten mit den langen Tüten oder den Smartphones im Wege rumgestanden. Alle mögen mich dafür hassen, aber sorry, Leute ich sehe es nicht ein, meine Art der Fotografie auf Unzulänglichkeiten der Ausrüstung anderer einzustellen.

Ich hoffe nur, dass die Darsteller dem Trubel nicht überdrüssig werden und auch nächstes Jahr wiederkommen.


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Wolfgang Baus
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