[CITY NORD]

Brutalismus - oder wo roher Beton das Schönheitsideal verkörpert

… Überseering, Mexikoring, Kapstadtring oder Sindneystraße. Es klingt international und ist die Heimat vieler internationaler Konzerne, mitten in Hamburg. Alle nahe beieinander und fern der City, die entlastet werden sollte. 1966 wurden die ersten Gebäude bezogen, und im Laufe der folgenden Jahr entstanden viele weitere Betonbunker die Büros vieler Konzerne beherbergen. Mitten rein wurden Wohnungen und ein Einkaufszentrum gebaut. Auf rund 120 Hektar arbeiten 28.000 Menschen. Autos wurden von Menschen getrennt, die sich im Obergeschoss durch diese Betonwüste bewegten. Als 1974 der Bau abgeschlossen war, sah alles perfekt aus – in der City Nord.

Viele Gebäude werden aufgrund ihrer offenen Beton Kernstruktur dem Brutalismus zugerechnet, was für den Baustil, der durch rohen Beton geprägten Gebäude, steht. Speziell die Oberpostdirektion, auch bekannt als Postpyramide, ist Sinnbild dieses Baustils.  

Große Teile der City Nord stehen heute unter Denkmalschutz, und trotzdem begann mit dem Start der 2000er Jahre eine rege Bautätigkeit. Zunächst begann eine Nachverdichtung, denn die Möglichkeiten der Baufreigabe wurde meist ursprünglich nicht ausgenutzt. Aber vielfach wird jetzt abgerissen und neu gebaut.
Neben dem uniformen grauen Beton, entstehen heute Gebäude mit unterschiedlichen und spannenden Baustilen, oft mit interessanten Glasfassaden. Viele Firmen finden hier eine neue Heimat für ihren Firmensitz, aber auch Wohnungen kommen nicht zu kurz, in den 20er Jahren des 21. Jahrhunderts soll hier Wohnraum, um die Zentren zu entlasten …

Wolfgang Baus
Lichtbildnerei und Textwerkstatt

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