[AUFREGER DER WOCHE]

...oder positiv ausgedrückt: Ich würde es anders machen.

Ich bin ja bekennender Socialmedian. Regelmäßig fallen mir auf den verschiedenen Seiten Beiträge auf, die ich nicht nachvollziehen kann. Mein Unverständnis dort ausgedrückt würde Wasser auf deren Mühlen bedeuten. Dabei soll meine Kritik nicht mal böse sein, sondern sehe sie eher als Anregung zum Nachdenken.

Deswegen hier TIPPS, wie ich es machen würde...

HEUTE: Es ist doch schon alles fotografiert – oder alles nur Kopie

 

Vor kurzem las ich in einem Blogbeitrag von Christian auf der Qimago Seite wieder mal etwas zu meinem Lieblingsthema „Kopieren von Fotos“.

 

In die gleiche Kerbe haute ein Bekannter mit einem Facebookeintrag: „Immer die gleichen Bilder, mit immer der gleichen Technik aufgenommen…“.  

 

Ja wie ist das eigentlich. Erstmal ist das Kopieren von Ideen nicht neu. Die Kunstgeschichte, begonnen in der Malerei, wäre nie dort wo sie jetzt ist, wenn nicht Ideen aufgegriffen worden wären um diese zu verfeinern. Denn es kommt darauf an, wie ein Bild umgesetzt wird. Ganz ehrlich es gibt wohl kein Bild vom Kölner Dom, oder dem Hamburger Windenwärterhäuschen welches noch nicht gemacht wurde. Und das Nordlicht ist auch schon in jeder erdenklichen Erscheinung abgelichtet. 
Aber hat nicht jeder Fotograf das Recht seine Sammlung zu erweitern. Soll nicht auch ich das Recht haben den Antelope Canyon zu fotografieren und dies zu zeigen? Es liegt doch am Können des Fotografen dies so zu machen, dass es nachhaltig in Erinnerung bleibt. Naja zumindest am Antelope Canyon wird es zunehmend schwerer, sich die Bilder zu erarbeiten und etwas „Eigenes“ zu kreieren, denn spezielle Fotografentouren gibt es nicht mehr, und so werden dann künftig tatsächlich nur noch die ewig gleichen Bilder zu sehen sein. Die ich niemandem absprechen möchte, aber man sollte sich dann doch überlegen, ob er die riesige Netzgemeinde dann wirklich mit seiner eigenen Kopie, des tausendfach Erstellten nerven will…

HEUTE: "Wie würdet Ihr es machen?"

Diese Frage, mit einer Auswahl von meist zwei Bildern, finde ich ganz häufig in den Sozialen Medien. 
Dabei darf sie meiner Meinung nach nicht gestellt werden. Welcher Sänger bietet seinen Song in unterschiedlichen Interpretationen dem Publikum
auf einem Konzert zur Entscheidung an? Oder welcher Koch serviert ein und das selbe Gericht in zwei Varianten zum Aussuchen?
Ein Fotograf sollte bei der Aufnahme schon überlegen, wie dieses, sein eines Motiv, denn wohl als Foto aussehen soll. Wie bei diesem Nebelbild, wollte ich die Gelegenheit nutzen, das Motiv vom Hintergrund zu trennen. Dabei war für mich auch völlig klar, dass dies aufgrund fehlendem Licht und damit äußerst flache Farben, ein Schwarzweissbild werden soll.
Sicherlich, finden Fotografen später beim Spielen an den Reglern des Bildbearbeitungsprogramms Interpretationen seines Fotos, aber Hand aufs Herz, so oder so, ich als Fotograf und "Künstler" bin der Urheber des Bildes und ich entscheide wie ich es zeigen will, wenn das nicht so ist, muss ich meine Bilder auch nicht der Öffentlichkeit darbieten...

Wolfgang Baus
Fotografie und Text aus Hamburg

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